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C-230 Classical instruments

Classical instruments

Pipe organ
Beispiel einer Pfeifen-Digital Kombinationsorgel:
Rodgers Orgel,
Bel Air Presbyterian Church,
Los Angeles (Einzugsgebiet), California, USA
Pfeifenorgeln

Pfeifenorgeln – häufig auch als ‘Könige der Musikinstrumente’ bezeichnet, erzeugen ihren mächtigen Klang durch die Anregung einer Vielzahl einzelner Pfeifen zur Bildung einer klingenden Luftsäule durch die Zufuhr von Druckluft. Ihr Ursprung reicht weit zurück – nach der Meinung mancher Fachleute bis zur Panflöte, die bereits in der griechischen Mythologie erwähnt wird. Im dritten Jahrhundert vor Christus wird das „Hydraulis“, ein mit Wasser betriebenes Instrument beschrieben und weithin als wahrer Vorläufer der Pfeifenorgel bezeichnet. Diese Instrumente wurden in römischen Amphitheatern zur Unterhaltung der Besucher vom Wettkämpfen installiert. Erst viel später wurde die Pfeifenorgel auch zum kirchlichen Instrument, fanden in der Renaissance aber auch für den ‚weltlichen‘ Gebrauch weite Verwendung. Ihre Blütezeit erlebten Pfeifenorgeln im 17. und 18. Jahrhundert. Ihr Bau- und Klangstil unterschied sich deutlich nach Perioden und Regionen. Die wichtigsten Repräsentanten dieser unterschiedlichen Bau- und Klangstile sind Barockorgeln – so wie sie für die Blütezeit der Orgel in der Zeit J.S.Bachs typisch war und in der Bach seine zahlreichen Meisterwerke komponierte. Andere stilistische Vertreter in der Historie des Orgelbaus sind romantische und symphonische Orgeln des 19. Jahrhunderts, die mit ihrem mächtigen, dynamischen und vielfarbigem Klang an die Klangfülle eines Orchesters erinnern.

Klangerzeugung
Pfeifenorgeln sind nicht nur beeindruckende, mächtige Instrumente für das Auge des Betrachters. Hinter den sichtbaren Fassaden finden sich zahlreiche Pfeifen unterschiedlicher Größe – die größten Orgeln bestehen aus 30.000 oder mehr Pfeifen, angeordnet in Reihen. Jede einzelne Pfeife erzeugt ihren individuellen Kang in einer bestimmten Tonhöhe, eine Pfeifenreihe entspricht der Anzahl der Tasten einer Manual- oder Pedalklaviatur. Organisten wählen und kombinieren Pfeifenreihen als ‚Register‘ mittels Registerzügen oder Wippen. Orgeln mit vielen einzelnen Registern (Pfeifenreihen) ermöglichen durch die unerschöpfliche Vielzahl der Kombinationsmöglichkeiten einen großen Reichtum an Klangfarben und Dynamik. Die zahllosen Registertypen und Bauformen lassen sich in vier unterschiedliche Klangkategorien einordnen:

• Prinzipale: Diese Register sind die prägenden Klänge einer Pfeifenorgel – kräftig, obertonreich und druckvoll
• Flötenregister: Entsprechend dem Namen klingen diese Register weicher, warmer und ‘flötenartiger’. Flötenpfeifen werden häufig aus Holz gefertigt
• Streicher: Der ‘engere’, obertönigere Klang dieser Register (bezeichnet mit Cello, Gamba oder Violin) soll die Charakteristik von Streichinstrumenten nachbilden. Die Pfeifen solcher Register sind schmaler und dünnwandiger als die von Prinzipalregistern.
• Zungenregister (Reeds): Diese Register klingen meist laut und durchdringend. Sie bilden ten typichen Klang von Blasinstrumenten wie Trompete, Posaune oder Krummhorn nach.
French cembalo
Beispiel eines französischen Cembalos: F. Blanche (Paris), 1765,
2 x61 Tasten, 2 x 8', 1 x 4', FF-F3, Manualkoppel
Cembalo

Das Cembalo (auch Harpsichord oder Cavecin) ist ein Tasteninstrument, das seinen charakteristischen Klang durch Anreißen von Saiten unterschiedlicher Länge und Tonhöhe erzeugt. Dieses Instrument wurde in Europa im 14. und 15. Jahrhundert entwickelt, parallel und konkurrierend mit Pfeifenorgel aus diesem Zeitalter. Erst die Entwicklung des Hammerklaviers im 18. Jahrhundert beendete die Blütezeit des Cembalos. Ihr betont obertöniger Klang mischte sich gut mit anderen Instrumenten und war selbst in größeren Ensembles und Orchestern gut wahrnehmbar.

In der Renaissance der klassischen Instrumente im 20. Jahrhundert gewann das Cembalo neuerlich an Bedeutung und seine Beliebtheit hält seither unverändert an. In den verschiedenen Perioden und Regionen entstanden unterschiedliche Bauformen wie z.B. das Französische, italienische und Flämische Cembalo oder das Virginal. Diese Bauformen unterscheiden sich nicht nur in ihrem Klangcharakter sondern auch in der Größe, der Anzahl der Tasten und im Anschlag.

Klangeigenschaften
Da sich die Dynamik und Lautstärke auch bei stark unterschiedlicher Anschlagstärke nur sehr geringfügig verändert, forschten die Erbauer von Cembali nach anderen Klang verändernden Kriterien um den Klang zu variieren. So können z.B. mit einer Taste gleich mehrere Saiten angerissen werden, daneben gibt es Vorrichtungen, die das freie Schwingen angerissener Saiten bedämpfen. Das C-30 gibt all diese klanglichen Variationen klassischer Cembali überzeugend wieder.

• 8' I: Das ‘hintere’ 8-Fuß Register, voller Basisklang
• 8' II: Das ‘vordere’ 8’ Register, heller im Ton
• 4' : Eine Oktave höher klingendes Register – kombinierbar mit beiden 8’ Stimmen
• Lute: Lautenzug – der Klang von 8’ Saiten, die mit Filzen bedämpft werden und dem Klang einer gezupften Laute ähneln.

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fortepiano
Beispiel eines Hammerklaviers: John Broadwood and Sons (London), ca. 1802, 69 Tasten, Englische mechanik, FF-C, A=408Hz
Hammerklavier (Fortepiano)

Hammerklaviere waren die Vorläufer des heutigen Flügels. Der Name entstammt der italienischen Bezeichnung "gravecembalo col piano e forte" oder "Cembalo das leise und laut spielt."
Um ca. 1700 entwickelte der italienische Cembalobauer Cristofori eine Mechanik, bei der die Saiten nicht wie sonst üblich mit Kielen ‚angerissen‘ sondern mit Hämmern angeschlagen wurden. Gemeinsam mit dem britischen Hersteller John Broadwood & Sons wurde diese neue Mechanik nach vielen Versuchen und Änderungen zu einem Tasteninstrument entwickelt, das je nach Anschlagstärke unterschiedlich laute Töne in anschlagabhängiger ‚Farbe‘ erzeugen konnte – so wie es heutige Klaviere und Flügen tun. Frühe Hammerklaviere hatten einen eingeschränkten Tonumfang von 5 bis 5  Oktaven, weshalb sich die Kompositionen von Beethoven und Mozart innerhalb dieses Tonbereiches bewegten. Nach der Weiterentwicklung zum modernen Klavier heutiger Bauart Mitte des 19. Jahrhundert geriet das Hammerklavier zunächst in Vergessenheit, gewann im späten 20. Jahrhundert im Zuge der Renaissance der Cembalomusik erneut an Bedeutung. Konzerte mit Hammerklaviere sind heute wieder in aller Welt zu hören..

(aus der „Tasteninstrumente“ Abschnitt des „Illustrierten Katalogs für Musikinstrumente“ – mit freundlicher Genehmigung des Museums für Musikinstrumentes in Hamamatsu, Japan).
Cembalo- und Hammerklavier Fotografien mit freundlicher Genehmigung des Museums für Musikinstrumentes in Hamamatsu, Japan.
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