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The Roland approach to the harpsichord

Using digital technology, Roland founder Ikutaro Kakehashi has created a long series of groundbreaking musical instruments. We asked him about the thinking behind the C-30 Digital Harpsichord.

C-30


Roland´s Firmengründer, Ikutaro Kakehashi, hat mit der
Digital-Technologie eine ganze Reihe von wegweisenden
Musikinstrumenten gebaut. Wir haben ihn zu den Hinter-
gründen bzgl. des C-30 Digital Cembalos befragt.
• 1930: geboren in Osaka. • 1954: Geschäftseröffnung Kakehashi Musen [Kakehashi Drahtlos - Das Geschäft verkaufte Radios].
• 1960: Gründung des Ace electronic Industries. • 1968: Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens mit U.S. Hammond International. • 1972: lVerlassen der beiden Firmen und Gründung der Roland Corporation; als Musik-Innovator bekannt, hat dieses Unternehmen eine ganze Reihe wegweisender Instrumente geschaffen einschließlich der weltweit ersten digitalen Musikinstrumente. • 1991: Ehren-Doktorwürde für Musik des Berklee College of Music. • 2000: Aufnahme in die “Hollywood RockWalk Hall of Fame” als Anerkennung und Würdigung der herausragenden Leistungen hinsichtlich der technologischen Entwicklungen bei den elektronischen Musikinstrumenten und den Beitrag zum Musizieren in aller Welt.
• 2002: 2002 wird der MIPA-Award (Musikmesse International Press Award) für sein Lebenswerk verliehen. • Seine Autobiographie, I Believe In Music (Hal Leonard Corporation), wurde in den U.S.A., Deutschland, Taiwan und China veröffentlicht (Anm.: die deutsche Ausgabe Mein Leben für die Musik ist im PPV-Verlag/ISBN: 978-3-932275-45-6 erschienen. • Das Motto von Herrn Kakehashi ist „Ehrlich & geradlinig“.

Was war bei Roland der Grund für die Entwicklung eines digitalen Cembalos?

Roland hat bereits vor 20 Jahren digitale Cembali gebaut, aber bei den damaligen Modellen wussten wir nicht genau, wer diese Instrumente spielt und wo sie gespielt werden. Die Entwicklung spiegelte das Fehlen dieser Blickpunkte wieder. Daraufhin haben wir sehr viel Marktforschung betrieben und genau analysiert, wie Miet-Cembali eingesetzt wurden. Wir haben herausgefunden, dass sie meistens für kleine Ensemble-Konzerte in Verbindung mit Geigen, Querflöten und Blockflöten verwendet wurden. Daher haben wir für unser jetziges Modell die klaren Entwicklungsziele gesetzt, diese Anwendung so komfortabel und einfach wie möglich für die Musiker zu machen.

Was kam danach, sind das die eigentlichen Merkmale?

Zunächst einmal waren bereits im 17. Jahrhundert die Cembali nicht wirklich laut genug für eine Konzertanwendung. Das ist der Grund, warum man damals die Mechanik änderte und nicht merh die Saiten anriss sondern mit einem Hammer anschlug. Auf diese Weise wurde zufällig das Klavier geboren. Die ersten Klaviere wurden von Cristofori, einem italienishen Cembalobauer, gefertigt. Würde Cristofori heute leben, würden wir uns fragen, wie er die Entwicklung des Cembalos vorangetrieben hätte. Also war unser Ausgangspunkt der eines Cembalobauers.
Ein digitales Cembalo muss natürlich die Vorzüge des Originals bewahren. Aber was ist mit der Anhebung der Lautstärke und damit, das Stimmen für Ensemblespiel einfach zu machen? Deshalb waren uns Eigenschaften wichtig, mit denen man ganz einfach zwischen den gebräuchlichsten Stimmungen (Temperierungen) der Barockmusik wechseln kann. Dank der Digitaltechnologie sind heute Dinge einfach zu verwirklichen, die damals bei akustischen Cembali sehr schwer zu bewerkstelligen waren.
Darüber hinaus ist das Cembalo ein besonders empfindliches Instrument. Wann immer ein Cembalo bewegt wird, muss der Spieler zunächst das Instrument mit sehr viel Mühe wieder in einen spielbaren Zustand bringen. Es ist ein großer Vorteil, wenn diese Belastung durch die Wartung reduziert werden kann. Aber wir können noch viel weiter gehen und das Instrument kleienr und transportabler zu machen. Wir wussten, dass wir mit den optimierten Vorzügen der Digitaltechnologie ein Cembalo bauen können, dass zuverlässig ist und in jeder Umgebung gut klingt.

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Roland ist für zukunftsweisende Instrumente bekannt. Warum beschäftigt sich das Unternehmen mit so einem alten Instrument?

Es ist falsch zu denken, dass Digitaltechologie nur dazu da ist, immer neue Möglichkeiten den Musikinstrumenten hinzuzufügen. Es ist genauso wichtig, die musikalischen Empfindungen und Spielfertigkeiten zu berücksichtigen, die sich bis heute angesammelt haben. Es ist auch unsere Mission als Musikinstrumentenhersteller, Schwierigkeiten bei aktuellen Instrumenten mit Hilfe der Digitaltechnologie zu beseitigen. Roland ist nicht nur führend hinsichtlich zukunftsweisender Technologie und neuen Möglichkeiten, sondern wir müssen auch unsere musikalischen Wurzeln betrachten. Ich denke, dass das der grund ist, warum wir uns damit beschäftigen. Es ist nicht nur das Cembalo. Wir haben eine ganze Abteilung aufgebaut, die sich mit der Produktentwicklung für die Roland Classic-Serie befasst.

Wie sah der bisherige Entwicklungsprozess aus?

Wir fühlten uns nicht der Verpflichtung ausgesetzt, mit dem Instrument einen Riesenerfolg zu haben und haben auch keine revolutionäre Technologie angewendet. Vielmehr haben wir uns der Entwicklung angenähert, indem wir intensiv über die Geschichte des Cembalos und das, was dafür angemessen ist, nachgedacht haben.
Menschen in meinem Alter hatten unter 50 sehr wenig Freizeit. Heutzutage haben die Menschen aber mehr Freizeit, die viele mit Musizieren gestalten. Wir sind die Entwicklung mit der Aussicht angegangen, dass diese Menschen viel Freude am Klang eines Cembalos haben. Schließlich ist der Klang des Cembalos durchaus besänftigend und daher für den gesetzten Lebensstil sehr geeignet.
Wenn ein Cembalo in einem Raum steht, ist es sehr einfach auszuprobieren und zu sehen, was man in entspannter Stimmung machen kann. Es ist eine großartige Möglichkeit, ein ideales Zweit-Instrument.
Wenn man Dinge vermeidet, die nicht zum jetzigen Lebensstil passen, und sich bewahrt, was am Cembalo so wunderbar ist, werden diese Vorzüge des Instrumentes einen unwiderstehlichen Reiz auch im heutigen Lebensstil besitzen. Ich rechne damit, dass es sowohl in Japan als auch im Ausland sehr angenommen wird.

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Wie sieht ein fertiges C-30 aus? Was denken die Leute darüber?

Meiner Erfahrung nach reagieren die meisten Menschen sofort positiv. Sie mögen es wirklich. Ungefähr acht von zehn Personen müssen gesagt: haben: „Pfiffig!“. Zum ersten Mal habe ich das so über Roland Musikinstrumente gehört. Nur vom Betrachten her, wonach es aussieht. Wenn die Leute es schon äußerlich ansprechend finden und haben möchten, ...hm, ich denke, dass mich das allein schon stolz macht.
Aber das Cembalo hat eine Tastatur. Das bedeutet, dass Pianisten und Organisten bereits in der Lage sind, darauf zu spielen. Es hat außerdem einen vertrauten Klang. Ich denke, dass das Design das umgesetzt hat, was die Menschen unter einem zugänglichen Digital Cembalo verstehen.

Das Design beinhaltet ein hübsches Bild und Buntglas, nicht wahr?

Ja, wir haben sehr viel Aufwand betrieben, um das Cembalo so attraktiv wie möglich zu machen. Diese zusätzlichen Dekor-Elemente werten das Äußere des C-30 auf. Aber, wie sie wissen, können die Bildtafel und Buntglas-Paneele alle entfernt und ausgetauscht werden, damit das C-30 optimal in den Raum passt. Die Bildtafeln wurden mit einer speziellen Drucktechnik hergestellt, die sie noch realistischer macht. Das haben wir mit der Technologie einer unserer Tochterfirmen, Roland DG Corporation, erreicht.

C-30

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Hat die Digitaltechnologie nicht eine Vielzahl von Vorteilen, wie z. B. ein weiter Lautstärkebereich, Stimmstabilität und leichte Transportabilität?

Die größte Sache der Digitaltechnologie ist die Variabilität der Lautstärke für das Cembalo. Ich glaube nicht, dass Roland sich nur darauf beschränkt, bei historischen Instrumenten nur den Klang zu reproduzieren. Auch hier war es Fall, mehr als nur den unverfälschten Klang des Cembalos bereitzustellen. Immerhin war auch Cristofori damit befasst, die musikalischen Ausdrucksmöglichkeiten durch leise und laute Töne zu erweitern. Piano (leise) Töne reichten nicht aus; er wollte auch die lauten (forte) Töne. Daher hat das Pianoforte seinen Namen. Im frühen 18. Jahrhundert führten seine Lautstärke-Bemühungen zur Entwicklung des Klaviers, einem ganz anderen Instrument. Heutzutage können wir die Digitaltechnologie dazu verwenden, das Cembalo auch mit piano und forte Klängen auszustatten. Man könnte solch ein Instrument Cembalo-forte nennen. Wir haben begonnen, dieses zu verwirklichen.
Für Pianisten ist das dynamische Spielen selbstverständlich. Sie verwenden viele Stunden, um diese Fertigkeiten zu perfektionieren. Darin liegt für mich begründet, warum gutes Spiel so natürlich klingt.
Neben dem Cembalo waren wir auch in der Lage, die Klänge anderer Instrumente zu integrieren, die Cembalo-Liebhaber ebenfalls interessieren. Lediglich per Knopfdruck können Sie zwischen einer Pfeifenorgel, einem Hammerklavier oder anderen Instrumenten aus der damaligen Zeit umschalten. Weil es ein digitales Instrument ist, können Sie über MIDI Aufnahmen machen oder sogar Noten erstellen.

Offensichtlich steckt viel Sorgfalt im C-30. Welche Leute wollen das Instrument spielen?

Jeder, der den Klang des Cembalos mag, ist willkommen, es bei sich zu Hause aufzustellen. Ich sehe auch seinen Reiz als Bestandteil eines kleinen Ensembles. Es ist so einfach, mit einem/einer Geigen- oder Flötenspieler/Inn zusammen zu musizieren. Junge Menschen können ihre Freunde einladen und dann für die Familie und Freunde ohne Probleme ein Hauskonzert im Wohnzimmer geben. Das Cembalo ist auch ein großartiges Begleit-Instrument für Ensemblespiel.

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Ich bin überrascht, dass Sie das C-30 nicht im Mittelpunkt sehen?

Damit der Einfluss der zweitgenannten Anwendung eine Wirkung zeigt, ist das Mitwirken von Nr. 1 und Nr. 3 absolut wichtig. Ich würde aber nicht sagen, dass das Cembalo Nr. 3 ist, eher wie Nr. 1 (lacht).

Zum Schluss, welche anderen Instrumente werden innerhalb der Classic-Serie bei Roland entwickelt?

Wir wollen ein ganze Reihe von Instrumenten einem breiten Musikerkreis zu attraktiven Preisen produzieren und benutzen dabei die heutige Digitaltechnologie, um Instrumente zu verbessern, deren Pflege und Wartung aufwändig ist und die zur Zeit ihrer Entstehung sehr teuer waren. Ich bin sehr zuversichtlich, dass diese Instrumente auf eine breite Akzeptanz stoßen und die generelle Wertschätzung und Bewunderung dieser klassischen Instrumente aufrechterhalten werden. Diese historischen Instrumente besitzen einen bezaubernden Klang und sind Teil unseres musikalischen Erbes. Praktisch gesprochen stehen sie in der Gefahr, mehr und mehr übersehen zu werden, weil sie der heutigen Zeit und den sich ändernden Trends nicht mehr entsprechen.

Eigentlich können wir jedes Instrument bauen, es gibt praktisch keine Grenzen. Als vor 30 Jahren die ersten Synthesizer auf den Markt kamen, waren sie unerschwinglich teuer und konnten von normalen Leuten nicht gekauft werden. Meinen Sie nicht auch, dass man den Synthesizer bereits als Klassiker bezeichnen kann? Auch wenn es nicht innerhalb der Classic-Serie erscheint, denken sie an das Akkordeon. Es hat einen vollen und ansprechenden Klang, aber es ist aufgrund der Gewichts, des Preises und manchmal schwierigen Handhabung benachteiligt.. Mit dem V-Accordion haben wir es geschafft, das Instrument dank der Elektronik noch vielseitiger zu machen. Es ist ein weitere gutes Beispiel dafür, wie Technologie noch mehr Menschen noch mehr Freude bereiten kann.

Herzlichen Dank für Ihre Einblicke in das C-30.

Es war mir ein Vergnügen. Es ist mir ein sehr großes Bedürfnis, dass viele Menschen in aller Welt das Digital Cembalo kennen und schätzen lernen..
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