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Pfeifenorgeln – häufig auch als ‘Könige der Musikinstrumente’ bezeichnet, erzeugen ihren mächtigen Klang durch die Anregung einer Vielzahl einzelner Pfeifen zur Bildung einer klingenden Luftsäule durch die Zufuhr von Druckluft. Ihr Ursprung reicht weit zurück – nach der Meinung mancher Fachleute bis zur Panflöte, die bereits in der griechischen Mythologie erwähnt wird. Im dritten Jahrhundert vor Christus wird das „Hydraulis“, ein mit Wasser betriebenes Instrument beschrieben und weithin als wahrer Vorläufer der Pfeifenorgel bezeichnet. Diese Instrumente wurden in römischen Amphitheatern zur Unterhaltung der Besucher vom Wettkämpfen installiert. Erst viel später wurde die Pfeifenorgel auch zum kirchlichen Instrument, fanden in der Renaissance aber auch für den ‚weltlichen‘ Gebrauch weite Verwendung. Ihre Blütezeit erlebten Pfeifenorgeln im 17. und 18. Jahrhundert. Ihr Bau- und Klangstil unterschied sich deutlich nach Perioden und Regionen. Die wichtigsten Repräsentanten dieser unterschiedlichen Bau- und Klangstile sind Barockorgeln – so wie sie für die Blütezeit der Orgel in der Zeit J.S.Bachs typisch war und in der Bach seine zahlreichen Meisterwerke komponierte. Andere stilistische Vertreter in der Historie des Orgelbaus sind romantische und symphonische Orgeln des 19. Jahrhunderts, die mit ihrem mächtigen, dynamischen und vielfarbigem Klang an die Klangfülle eines Orchesters erinnern.
Klangerzeugung
Pfeifenorgeln sind nicht nur beeindruckende, mächtige Instrumente für das Auge des Betrachters. Hinter den sichtbaren Fassaden finden sich zahlreiche Pfeifen unterschiedlicher Größe – die größten Orgeln bestehen aus 30.000 oder mehr Pfeifen, angeordnet in Reihen. Jede einzelne Pfeife erzeugt ihren individuellen Kang in einer bestimmten Tonhöhe, eine Pfeifenreihe entspricht der Anzahl der Tasten einer Manual- oder Pedalklaviatur. Organisten wählen und kombinieren Pfeifenreihen als ‚Register‘ mittels Registerzügen oder Wippen. Orgeln mit vielen einzelnen Registern (Pfeifenreihen) ermöglichen durch die unerschöpfliche Vielzahl der Kombinationsmöglichkeiten einen großen Reichtum an Klangfarben und Dynamik. Die zahllosen Registertypen und Bauformen lassen sich in vier unterschiedliche Klangkategorien einordnen: